“Charebashvili leuchtet” – Zur Ausstellungseröffnung am 9.1.2015

14. Januar 2015 | Kategorie: Artikel

Ein Bericht von Niklas Treppner

Eine Auswahl an „Georgischen Impressionen“ präsentierte das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. einem breiten Publikum am Freitag, den 9.1.2015, im MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Die Bilder des georgischen Künstlers Erwant Charebashvili konnten ab 18 Uhr in georgisch-anmutender Atmosphäre betrachtet werden. Landestypische Spezialitäten gab es ebenfalls zu kosten.

Zur Begrüßung ergriff Dr. Hidir Ҫelik das Wort und bedankte sich bei den zahlreichen Gästen für ihr Erscheinen. Er sei froh, die Ausstellung präsentieren zu können und freue sich, Prof. Dr. Heinrich-Josef Klein sowie Kuratorin Nino Müntnich begrüßen zu dürfen. Der Vorsitzende übergab anschließend das Wort an Professor Dr. Klein von der Universität Bonn, welcher zunächst das Land Georgien mit seinen Mythen und Legenden, mit seiner faszinierenden Geschichte und Tradition vorstellte. Land und Leute mussten über Jahrhunderte hindurch schwere Kriege und Schicksalsschläge über sich ergehen lassen. Trotzdem (oder gerade deshalb) wird vielleicht nirgendwo so feuchtfröhlich gefeiert wie in Georgien.

Anschließend ging Prof. Klein noch genauer auf die Kunstwerke Charebashvilis ein. Der Künstler male in verschiedenen Genres, inspiriert unter anderem vom französischen Impressionismus. Thematisch widme er sich u.a. den Frauen, der Stadt, aber auch Naturphänomenen wie dem Regen. In seinen oft erstaunlich kleinformatigen Bildern spüre man die Sonne und Lebensfreude durch die Verwendung von kräftigen und bunten Farben. Erwant Charebashvili produziere, trotz seines schweren Lebens, luftig-leichte Bilder, die innere Leuchtkraft besitzen.

Auch Professor Klein bedankte sich bei Nino Müntnich für den großen Aufwand und das Ermöglichen der Ausstellung. Zum Abschluss richtete sich die Kuratorin Frau Müntnich an das Publikum und bat um Verständnis dafür, dass Erwant Charebashvilli selbst nicht zur Eröffnung kommen konnte. Anschließend schilderte Müntnich, wie sie in Tiflis auf die Kunst Charebashvillis aufmerksam geworden war, wie sie ihn näher kennengelernt hatte und wie beeindruckt sie davon sei, dass Charebashvilli es schaffe, seinen Bildern eine „ganz spezielle Plastizität“ zu verleihen.

Bei einem Glas georgischem Wein widmeten sich die Gäste den Betrachtungen der ausgestellten Werke und ließen den Abend gemeinsam ausklingen.

Die Ausstellung kann bis zum 30.1.2015, von 10.00 bis 18.00 Uhr im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18 betrachtet werden.

 

 

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