Eine Liebesgeschichte wie heißer Minztee – Lesung mit Youssouf Amine Elalamy am 26.1.2015

27. Januar 2015 | Kategorie: Artikel

Ein Bericht von Aanchel Kapoor

Die Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft veranstaltete MIGRApolis-Haus der Vielfalt am 26.01.2015 gemeinsam mit dem Deutsch-Afrikanischen Zentrum eine Lesung zum Roman „Nomade“. Das Werk ist 2013 in Marokko und im Herbst 2014 im Osburg Verlag, Hamburg erschienen.  Autor Youssouf Amine Elalamy legt großen Wert darauf, dass alle seine Bücher zuerst in Marokko erscheinen. Der mehrfache Preisgewinner (British Council, Prix Grand Atlas), behandelt profunde und politische Themen mit einer „Leichtigkeit des Tiefgangs“, findet die Marokko-Kennerin Martina S.: „Ich liebe seine Bücher wegen der literarischen Qualität in erster Linie“.

Elalamy offenbarte zur Frage nach der Entstehungsgeschichte von „Nomade“ seine Faszination für die virtuelle Welt. Obwohl er eine Geschichte ohne moderne Errungenschaften wie das Internet schreiben wollte, sei sein Roman „Nomade“ eine Metapher für die Beziehungen in der heutigen Welt. Eine Metapher für das Nomaden-sein, dass wir heute über das Internet kennen. Das Buch handelt von zwei Menschen, die einander nie sehen können. Nur über Gegenstände können Sie miteinander kommunizieren. Vielmehr verrät der authentische Youssouf Amine Elalamy an diesem Abend nicht. Wie diese unüberwindbaren Grenzen dennoch Teil einer mystischen und lebendigen Liebesgeschichte sind, müssen die Leser_innen selbst erfahren. „Man muss sie so lesen, wie man Minztee trinkt, in winzigen Schlucken, damit ihr Aroma sich voll entfalten kann und damit man sich nicht die Zunge verbrennt“ (Youssouf Amine Elalamy).

 

 

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