Feierliche Eröffnung der 8. Bonner Woche der Kulturen

2. Dezember 2014 | Kategorie: Artikel

Ein Bericht von Marcel Sommer

Die 8. Bonner Woche der Kulturen ist eröffnet! Eine Woche, vom 27.11. bis zum 06.12., mit abwechslungsreichem Programm zu „Lesung, Dialog und Begegnung“. Unter diesem Motto wurden auch die vier Ansprachen gehalten, die im Haus der Geschichte stattfanden und uns feierlich auf die kommenden Veranstaltungen einstimmten.

Die erste Rede hielt Prof. Dr. Hans Walter Hütter, der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Dieser erzählte die Geschichte eines italienischen Gastarbeiters, der durch den sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg ein Beispiel erfolgreicher Integration darstelle.

Herr Prof. Dr. Hütter erwähnte, dass Integration dann gelinge, wenn beide Seiten offen zueinander stünden. Deutschland als Einwanderungsland sei in der Bevölkerung noch nie so bunt gewesen. Dies stelle auf der einen Seite eine Herausforderung dar, gebe jedoch zusätzlich die Chance Vielfalt zu schätzen und zu leben.

Pfarrer Eckart Wüster, der als zweites zum Podium schritt, bezog als Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn eine ähnliche Stellung. Vielfalt könne auch Probleme mit sich bringen, jedoch sei die Haltung wie wir dieser begegnen entscheidend. Die Unsicherheit vor dem Fremden könne mit gegenseitiger Anerkennung überwunden werden. Dazu gebe die 8. Bonner Woche der Kulturen die Gelegenheit für Begegnungen und Diskussionen.

Stellvertretend für den Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch war Coletta Manemann als Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn anwesend. Sie sprach von einem lebendigen Wechselspiel der Kulturen, welches in der heutigen Globalisierung insbesondere für jüngere Menschen selbstverständlich sei. Sie wünschte sich jedoch auch, dass wir die jeweiligen unterschiedlichen Geschichten der Menschen berücksichtigen. Durch die Vielzahl der kulturellen Gruppen dürfe man nicht das Schicksal einzelner Individuen vergessen. Gerade auf dieser Ebene gebe es die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen.

Als letzter Redner kam der Gastgeber Dr. Hıdır Çelik, Vorstand des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. (BIM) und Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA), zu Wort. Herr Dr. Çelik bezog ich vor allem auf die Bundesstadt Bonn, die ein kulturelles Leitbild vertrete. Er forderte alle Bürger auf, an der kulturellen Entwicklung der Stadt teilzuhaben. Durch die Teilnahme an Kunst und Kultur, könne eine höhere Lebensqualität für jeden Mitbürger geschaffen werden und ein wechselseitiger Dialog stattfinden, um die Strukturen der Gesellschaft für Veränderungen und Wandel zu öffnen. Dazu biete auch die 8. Bonner Woche der Kulturen Räume für Begegnungen. Herr Dr. Çelik beendete seine Rede mit einem Gedicht, das einen Vorgeschmack auf die kommenden literarischen Vorträge machte.

Einen weiteren Höhepunkt an diesem Abend bot die Marion Preus Band. Ihre Musik, eine Mischung aus Jazz, Swing Manouche, Chansons und Bossa Nova, begeisterte die Zuschauer als Rahmenprogramm. Die beiden Musiker harmonierten auf der Bühne und mit ihren Liedern kommunizierten sie mit uns in Französisch, Englisch, Deutsch und Portugiesisch. Mit dieser Darbietung wurden die Gäste im Anschluss zu Buffet und Wein eingeladen. Wir freuen uns nach einer gelungenen, gut besuchten Eröffnung auf die 8. Bonner Woche der Kulturen.

 

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