„Fluchtwege verschlossen!“ Informationsabend für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit am 30.1.2015

2. Februar 2015 | Kategorie: Artikel

Von Aanchel Kapoor

Der Ratssaal im Bonner Stadthaus war am 30.01.2015 so überfüllt, dass die Fluchtwege ausnahmsweise verschlossen blieben. Die Veranstalter (Stabsstelle Integration in Kooperation mit Haus Mondial und Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA)) staunten über 250 engagierte und interessierte Bürger_innen der Stadt Bonn, die den Informationsabend für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit besuchten. Herr Berger, Amtsleiter des Sozialamts, stellte Daten und Fakten zum Flüchtlingszuwachs der Stadt vor: 837 Flüchtlinge müsse Bonn nach aktuellen Zahlen unterbringen. Aktuell 3000 wohnungssuchende Menschen in Bonn erschweren diese Aufgabe enorm. Umso bedeutsamer ist das Engagement der Ehrenamtlichen.

Um das vielfältige und zahlreiche Hilfsangebot in Bonn umfassend aufzuzeigen, stellten sich die 12 Vereine und Organisationen im 3-Minuten Takt vor:

  • das Netzwerk Syrienhilfe St. Rochus und Augustinus Duisdorf
  • Refugees Welcome
  • Yasa e.V.
  • Beueler Initiative gegen Fremdenhass
  • Ökumenischer Arbeitskreis Flüchtlinge Endenich
  • Patenmodell Dransdorf
  • Arabische freie Evangelische Gemeinde
  • Flüchtlingshilfe Syrien der Johannes-Kirchengemeinde
  • Medinetz e.V
  • Save me Kampagne Bonn
  • Amnesty International Bonn

Die Initiativen berichteten von Herausforderungen und Erfolgen ihrer Arbeit. Im Anschluss lernten Ehrenamtler und andere Interessenten die Initiativen im persönlichen Gespräch kennen und statteten sich mit Informationsmaterial aus. Unser enger Kooperationspartner, die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) war ebenfalls mit einem Stand vertreten. Im Gespräch mit einer Bonner Bürgerin, die sich eigenständig für die Flüchtlinge in ihrer Nachbarschaft einsetzt, zeigte sich was ein Einzelner bewirken kann: „Es begann mit einem Flüchtling. Ich sammelte Spendengelder in der Nachbarschaft und besorgte Kleidung, Schuhe, Töpfe. Mittlerweile sind es über 20, die wir betreuen und unterrichten“. Das bisherige Engagement der Bonner Bürger_innen, sowie der große Andrang an diesem Abend lassen zuversichtlich auf weitere ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit blicken. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Stadt Bonn eine weitere Informationsveranstaltung organisieren.

Schreibe einen Kommentar