Netzwerk für Antidiskriminierungsarbeit in Bonn gegründet

4. Oktober 2017 | Kategorie: Aktuelles

Pressemitteilung

Diskriminierung gehört für viele Menschen auch in einer internationalen UN-Stadt wie Bonn unter anderem bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche, bei Behördengängen, in der Schule und in der Öffentlichkeit zum Alltag. Aus diesem Grund engagiert sich seit Juni 2016 ein Zusammenschluss von rund 26 Organisationen und Initiativen für das Ziel, die Antidiskriminierungsarbeit in Bonn zu stärken und auszubauen.

Nach einer ersten Konsolidierungsphase, in der das Netzwerk seine Ziele, Aufgaben und Selbstverständnis erarbeitet hat, wird nun seine Existenz der Bonner Öffentlichkeit bekannt gegeben. Das Netzwerk hat eine gemeinsame Erklärung erarbeitet. Daraus ergibt sich, dass Diskriminierung stattfindet, „wenn Menschen aufgrund personenbezogener, sozialer, tatsächlicher und/oder zugeschriebener Merkmale ohne sachliche Rechtfertigung ungleich behandelt bzw. benachteiligt werden und in ihren universellen Menschenrechten verletzt werden“.                                                                                                                   Zentrale Ziele des Netzwerks sind zum einen, das öffentliche Bewusstsein im Blick auf Diskriminierung in all ihren Facetten zu schärfen. Das Netzwerk möchte zum anderen Handlungsempfehlungen zum Schutz von Benachteiligten und zur Förderung eines vorurteilsbewussten Miteinanders in Bonn erarbeiten. Betroffene sollen über die Anlaufstellen und Netzwerk-Akteur*innen in Bonn informiert werden.

Das Netzwerk erarbeitet gemeinsame Strategien und Maßnahmen gegen strukturelle und alltägliche Diskriminierung, tauscht sich über Erfahrungen aus und bildet sich regelmäßig fort. Für nächstes Jahr ist eine öffentliche Plakat-Kampagne und Ausstellung geplant, um auf Diskriminierung aufmerksam zu machen.

Das Netzwerk ruft weitere Organisationen und Initiativen auf, im Netzwerk mitzuwirken und die Aktivitäten zu unterstützen. Bedingungen für die Aufnahme in das Netzwerk sind die Anerkennung der gemeinsamen Erklärung sowie eine aktive Mitarbeit.

Gegenwärtig sind folgende Organisationen und Initiativen im Netzwerk aktiv:

 

  • Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
  • AStA Universität Bonn
  • BASUG – Diaspora and Development e.V.
  • Beueler Initiative gegen Fremdenhass
  • Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. / MIGRApolis-Haus der Vielfalt
  • Bundesstadt Bonn
  • Caritasverband für die Stadt Bonn e.V., Haus Mondial
  • Der Paritätische KG Bonn
  • Diakonisches Werk Bonn und Region
  • Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit – Integrationsagentur
  • Fachstelle für interkulturelle Bildung und Beratung e.V.
  • GAP in Bonn: LesbischSchwulBiTrans*Queer+ Jugendtreff
  • Gesellschaft Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Bonn
  • Haus Vielinbusch – Bildungs- und Familienzentrum
  • IKAB Bildungswerk e.V. – Institut für angewandte Kommunikationsforschung in der außerschulischen Bildung
  • Interkultureller Mädchentreff Azade
  • internationales frauenzentrum ifz Bonn
  • Interreligiöses Friedensnetzwerk Bonn und Region
  • Migrantinnentreff Gülistan
  • NAVEND – Zentrum für Kurdische Studien e.V.
  • SCHLAU – Bildung und Schulaufklärung zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt in Bonn
  • Seraji Foundation e.V.
  • Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit vom Planerladen e.V.
  • Stadtsportbund Bonn e.V.
  • UG Vielfalt in Tannenbusch
  • Verband Binationaler Familien und Partnerschaften iaf Bonn

Kontakt und Koordination: Bundesstadt Bonn / Kommunales Integrationszentrum, Mariela Georg, 0228 77 6166, mariela.georg@bonn.de

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar