Vereinsgeschichte

Grußwort der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn zum zehnjährigen Bestehen 2005

Sehr herzlich  gratuliere ich dem Bonner Institut für Migrationsforschung und interkulturelles Lernen zum zehnjährigen Bestehen.

BIM e.V. ist 1995 aus einer ehrenamtlichen Initiative entstanden. Und immer noch sind es im Wesentlichen Ehrenamtliche, deren Engagement für Migrationsforschung und interkulturelles Lernen das Institut trägt. BIM e.V. hat sich einen guten Ruf weit über die Bonner Stadtgrenzen hinaus erworben.

Bonn ist traditionell international: das spiegelt sich im Stadtbild ebenso wie in der Bevölkerungsstruktur. Fast 70.000 Menschen aus 173 Nationen leben in Bonn, darunter Angestellte internationaler Organisationen und Unternehmen ebenso wie Studierende und Migranten. Rund 43.000 der „internationalen Bonner“  haben einen ausländischen Pass- also jeder 7. Einwohner. Hinzu kommen rund 26.000 Bonnerinnen und Bonner mit doppelter Staatsangehörigkeit. Jede 4. Ehe wird mit einem ausländischen Partner geschlossen und viele Kinder, die als Deutsche geboren werden, haben ausländische Eltern.  Und: Rund 1.500 Neu- Bonnerinnen und Bonner pro Jahr fühlen sich in unserer Stadt so zuhause, dass sie auch die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben!

Dieses internationale Miteinander wird begleitet von zivilgesellschaftlichem Engagement. Das BIM e.V. mit seinen Jugendprojekten, Lesungen in Schulen, der Vermittlung interkultureller Angebote und der mittlerweile schon gute Tradition gewordene Buchmesse Migration setzt hier wichtige Akzente.

Deshalb danke ich heute all denen, die durch ihren unermüdlichen Einsatz die Arbeit des BIM e.V. möglich gemacht haben und wünsche der Arbeit des Instituts weiterhin gutes Gelingen. Seien Sie meiner ideellen Unterstützung versichert!

Bärbel Dieckmann
Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn

 

“Nur ein Anfang”, Grußwort des Superintendenten Eckart Wüster
zum zehnjährigen Bestehen 2005

Es ist eine alte biblische Tradition: „Schütze den Fremden in den Toren“, heißt es im Alten Testament immer wieder. Die Tore sind der Eingang in die Stadt, sie waren seit alters die Kontrollpunkte für die Stadtwächter, sie sind aber vor allem Sinnbild für die Stätte des Willkommens. In Bonn sind viele Menschen willkommen. Wir leben in einer weltoffenen und internationalen Stadt. Das ist Verdienst und Aufgabe zugleich der kommunalen Politik und Verwaltung. Das ist ein Verdienst der vielen internationalen Einrichtungen, die hier bereits ihren Sitz haben und unser Stadtbild mitprägen.

BIM, das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen, gehört dazu und ist zudem eng verbunden mit unserer evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA). Für diese Kooperation möchte ich mich herzlich bedanken.

Die Verbindung der Beiden zeigt, wie wichtig Netzwerkarbeit ist. Das gilt für die Einzelfallhilfe, für Menschen, die in akuter Not sind. Das gilt genauso für längerfristige Projekte der Integration unserer ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, wie sie BIM und EMFA miteinander immer wieder auf die Beine stellt. Beispielhaft ist die Bonner Buchmesse Migration.

BIM steht besonders für die Verzahnung von Praxis und Wissenschaft. Also für eine Migrations- und Integrationspolitik, die über den Tag, über den Alltag, hinausschaut, und die ich mir in unserem Land wie in Europa insgesamt häufiger wünschen würde. Zugleich macht BIM e.V. deutlich: Interkulturelles Lernen ist keine Einbahnstraße. Auch wir mehr oder weniger Alteingesessenen hier in der Region lernen von den fremden, lernen von anderen Kulturen und Erfahrungen. Und zehn Jahre BIM haben uns nachhaltig gezeigt: Das ist eine Lebensaufgabe.

Pfarrer Eckart Wüster
Superintendent Evangelischer Kirchenkreis Bonn

 

 

Grußwort von Gunter Rzepka, Bundesstadt Bonn, zum zehnjährigen Bestehen 2005

BIM kenne ich seit nunmehr 7 Jahren, und eng verbunden mit dieser Institution ist für mich eine Handvoll Namen- jeder/e weiß, wen ich meine- die immer wieder auftauchen, wenn in Bonn auch nur Ansatzweise über Migrationsarbeit oder Interkulturelles Handeln im kirchlichen Kontext die Rede ist.

Wie auch immer- BIM hat allen Anlass zu feiern und auf zehn erfolgreiche und aktive Jahre zurück zu blicken. Dazu gratuliere ich allen Aktiven und Verantwortlichen sehr herzlich, verbunden mit respektvoller Anerkennung und guten Wünschen für die Zukunft. Vor allem hoffe ich, dass das BIM auch in Zukunft Anerkennung und Erfolg erntet bei allem, was es anpackt. Gerne denke ich an die vielen Veranstaltungen und Kooperationen der jüngsten Vergangenheit zurück, die Zeitschrift Migrare, das Kulturcafé, den Dialog der Kulturen, die Ausstellung „Migration in der Karikatur“, die gemeinsame Tagung „Migration und Kommune“ im September 2001 und last but not least: die Bonner Buchmesse Migration, die in diesem Jahr zum 5. Mal stattfinden wird und der Internationalen Stadt Bonn gut zu Gesicht steht. Sie ist nach wie vor in dieser Form in Deutschland einzigartig und zeigt, dass erfolgreiche und effektive Migrationsarbeit immer etwas mit Kultur zu tun hat. In diesem Sinne: „Think globally, act locally!“

Beste Wünsche und Grüße!

Gunter Rzepka
Sachgebietsleiter „Senioren- und Migrationsdienste“
im Amt für Soziales und Wohnen der Bundesstadt Bonn

 

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