House of Resources Bonn – Ein vielseitiges Projekt des BIM e.V.

30. August 2018 | Kategorie: Leitartikel

Ein Beitrag von Anna Grzybek

HoR-Menschen

Gemeinsames Musizieren beim indonesischen Kulturabend,  Teilnehmen an einer Radiowerkstatt von und mit Geflüchteten,  Anhören von Vorträgen zur tibetanischen Minderheit in Deutschland oder doch lieber am Tag der Offenen Tür der alevitischen Gemeinde in Bonn dabei sein?

All diese und viele andere Veranstaltungen sowie Projekte hat das MIGRApolis House of Resources (HoR) im Jahr 2017 in Bonn gefördert.  Das Projekt des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. unterstützt und betreut Organisationen und Vereine, die sich durch ihre Projekte für eine multikulturelle Gesellschaft lokal und regional einsetzen.  Das HoR steht u.a. für Anerkennung und Wertschätzung kultureller Vielfalt, für Begegnung, Austausch und Verständigung zwischen Menschen und für ein bürgerliches Engagement.

Braucht ein Verein Hilfe bei der Durchsetzung seiner Ideen, so ist er beim HoR genau richtig. Eine fachliche Beratung, praktische Unterstützung bis hin zu einer Förderung in Form von finanzieller als auch materieller Ressourcen kann er dort erhalten.  Zudem unterstützt das HoR Vereine bei der Gründung und Vernetzung mit anderen Migrationsselbstorganisationen.

Mit einer Gesamtfördersumme von fast 30 000€ konnten im letzten Jahr 29 Projekte und 15 Veranstaltungen umgesetzt werden. Ein Jahr zuvor waren es noch lediglich 5 Projekte und nur 3 Veranstaltungen die gefördert wurden.

Für Jeden und Jede gab es in den Projekten etwas Interessantes zu entdecken. Ein Beispiel hierfür war das Wohltätigkeitskonzert One World Festival Bonn, welches am 03.09.2017 in Bonn/Beuel stattfand und zugunsten der Flüchtlings- und Obdachlosenhilfe veranstaltet wurde. Die Künstler waren unterschiedlicher Herkunft, was sich sowohl in der Musik als auch in den Song-Texten wiederspiegelte. Von Dancehall, New Roots über Reggae bis hin zu lateinamerikanischen Rhythmen der Salsa und Cumbia ging die musikalische Reise. Dank dieser breiten Palette von Musikrichtungen wurde für Vielfalt und gegenseitiges Verständnis der Kulturen gesorgt.

Für das Erwecken des Sportgeistes sorgte der Kampfsportverein Perisai Diri e.V, der regelmäßig Trainingseinheiten der gleichnamigen Kampfkunst mit Stoß-, Schlag- und Wurftechniken sowie anschließenden geistigen Übungen anbot. Bei Chadrasa Sedyaleksana, dem Trainer und Master des Persai Diri e.V., konnten sich auch Kinder mit den Kampftechniken bekannt machen.

Außerdem wurde zum Tanz aufgefordert. Das von Anfang September bis Anfang Dezember 2017 laufende  Projekt: „Yalla Nidbek-Auf, lass uns tanzen!“ des Deutsch-Palästinischen Frauenvereins bot die Möglichkeit den orientalischen Tanz Dabke zu erlernen. Dabke bedeutet so viel wie „Mit-den-Füßen-auf den-Boden-stampfen“ und wird vor allem zu Familienfeiern und Hochzeiten in den Ländern des Nahen Ostens getanzt. Das Ziel des Projektes war es Frauen und Mädchen einen geschützten Raum zum gemeinsamen Tanzen und Kennenlernen zu verschaffen.

Und ja, auch im Jahr 2018 hat das HoR bereits mit einer neuen Projektförderung und –Unterstützung begonnen.  Seit Februar 2018 organisiert der Pesanggrahan Indonesia e.V. einmal im Monat ein interkulturelles Musiker*innen -Treff mit einer offenen Jam-Session. Das Treffen von Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen ermöglicht neue transkulturelle und musikalische Ausdrucksformen zu schaffen. Die Jam-Sessions sind offen für jeden Musiker*in und Besucher*in.

Das Projekt läuft noch bis Sommer 2019 – Ratsuchende, Ideen und Engagierte sind nach wie vor sehr willkommen!
Mehr Infos & Kontakt auf der Webseite des HoR: www.hor-Bonn.de

 

Ein aktueller Film von Tessa Walther für Deutsche Welle:

 

 

 

 

 

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