Kunst- und Literaturfest gegen Rassismus und Diskriminierung – BASUG und Seraji Foundation

3. August 2018 | Kategorie: Aktuelles, Veranstaltungen

Bonn, 30. Juli: Das erste Kunst- und Literaturfest der Bonner Vereine BASUG und Seraji Foundation, am 25. August, von 10 bis 16 Uhr, MIGRApolis, Brüdergasse 16-18, Bonn, umfasst einen Dokumentarfilm, Diskussionen, eine Kunstausstellung sowie Lieder und Lesungen von Gedichten und Kurzgeschichten zu Rassismus und Diskriminierung.

„Alle Präsentationen der KünstlerInnen werden ins Deutsche übersetzt“, betont AHM Abdul Hai, Vorsitzender von Seraji Foundation e.V. „Keiner muss wegen Sprachbarrieren außen vor bleiben!“ Für die Teilnehmenden besteht im Laufe des Tages die Möglichkeit, auf Leinwänden dazu zu zeichnen oder darüber zu schreiben, welche Gedanken und Kommentare sie zum Thema Rassismus und Diskriminierung aufgrund ihrer Alltagserfahrungen und Eindrücke haben. Zudem wird der Dokumentarfilm „Ich gehe immer leise” von Keith Hamaimbo gezeigt. „Dass das Kunst- und Literaturfest überhaupt zustande gekommen ist, dafür bedanken wir uns sehr beim Kommunalen Integrationszentrum Bonn sowie beim Land NRW und bei der Landeszentrale für politische Bildung NRW“, so Hai.

Mit dabei sind

– Bikash Chowdhury Barua, Vorsitzender BASUG Diaspora und Entwicklung

– Coletta Manemann, Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn

– Klaus Thüsing, Vorstand Deutsch-AfrikanischesZentrum, Bonn

– Seine Exzellenz Herr Imtiaz Ahmed, Botschafter Bangladesch, Berlin

Als KünsterlInnen wirken mit

  • Maruf Ahmed: Marufs leuchtende, kräftige und ausdrucksvolle Farben strahlen eine positiveEnergie aus. Mit Pinsel, Spachtel, Armen und Händen werden sieauf die Bildträger aufgetragen und man spürt den körperlichen Einsatz,der hinter jedem Strich und jeder Linie steht. 2012 wurde er als Künstlerim Rahmen der „China International Friendship Cities Conference“, vonder Stadt Bonn nach China entsandt.
  • Hidir Eren Çelik: Mit seinen Publikationen ist er in Bonn und in der Region gut bekannt. Aber nicht alle wissen, dass er seit 1990 Gedichte und Texte in deutsch veröffentlicht hat. Seine Texte setzen sich mit Flucht, Krieg und Armut auseinander, in der Hoffnung, „dass es eines Tages nur noch eine Heimat der Heimatlosen geben wird, in der nicht mehr nach Nationalität oder Hautfarbe differenziert wird“.
  • Heike van den Bergh: Seit 1983 verfasst sie Lyrik und Prosa, erst im Rahmen eines Briefaustauschesmit ihrem französischen Freund, später, ab 2009, Gedichte undKurzprosa sowie Märchen in deutscher, englischer, französischer, spanischer und japanischer Spracher (vornehmlich als Haiku). Ihre Devise lautet:Grenzen finden, Grenzen ausdehnen, Grenzen überschreiten.
  • Maya Helget: Maya Helget ist 29 Jahre alt, lebt in Bonn und arbeitet beim DeutschenAkademischen Austauschdienst (DAAD). Sie studierte Jura und plant abOktober, ein Studium der Kunstgeschichte und der Allgemeinen und VergleichendenLiteraturwissenschaften in Bonn aufzunehmen. Bislangschrieb sie nur gelegentlich, freut sich nun aber sehr auf die Gelegenheit,etwas zur Veranstaltung beizutragen.
  • Bernice Lysania Ekoula Akouala: Das gesprochene Wort ist ihre Leidenschaft. Themen wie Liebe und Emotionen,aber auch Identität und Rassismus verarbeitet sie mit ihrer Poesieund ihren Geschichten. Die in Brazzaville geborene und in Essen lebende Künstlerin drückt ihr Empfinden und Dasein zwischen den Welten undKulturen, aber auch ihre inneren Zwiste, fesselnd aus. Sie möchte sichdurch das Wort in Raum und Zeit verorten und ihre HörerInnen mit auf dieReise nehmen, neue Wege zu beschreiten und alte zu reflektieren.
  • Annakutty Valiamangalam: phil., ehemalige Professorin an der Universität Mumbai, Literaturwissenschaftlerinund Dichterin. Sie schreibt in Deutsch Gedichte wie „ImTempel der Worte” (Bielefeld 1984), in Malayalam und Englisch und übersetztaus dem Malayalam ins Deutsche wie die Gedicht-Anthologien bedeutendermoderner Malayalam Dichter aus Indien (K. Satchidanandanund O.N.V. Kurup, Draupadi Verlag, Heidelberg 2006, 2012).
  • Keith Hamaimbo: „Ich gehe immer leise“, Dokumentarfilm, DEU 2017, 45 Minuten. Hamaimbo ist Bildungsreferent fürGlobales Lernen imWelthaus Bielefeldund erzählt in seinem Film von Menschenund ihren Erfahrungenmit Alltagsrassismus. Für jene definiert sich Rassismusnicht von der Absicht einer Person her, sondern von der Wirkungauf die Betroffenen.

Ziel der Veranstaltung

Beide Vereine wollen mehr Bewusstsein gegen Rassismus und Diskriminierung schaffen und die Sensibilität dafür so erhöhen, dass Menschen jeglicher Herkunft, jeglichen Glaubens und Geschlechts sowie jeglicher Hautfarbe vor Diskriminierung im Alltag geschützt werden.

Gerade Kunst und Literatur können langfristig dafür positiv wirken und über viele Jahre gesellschaftlich prägend sein. Aus diesen Gründen wurde das Kunst- und Literaturfest in Bonn geschaffen, um diese Wirkungen im Alltag nachhaltig zu stärken.

Projektträger: Seraji Foundation e.V., Schwerpunkte: Integration und Entwicklungspolitik sowieBildungs- und Antidiskriminierungsarbeit.BASUG Diaspora und Entwicklung e.V.,Schwerpunkte: umwelt- und entwicklungspolitische Projekte, Saubere Kleidung (Clean Clothes) und Öffentlichkeits- und entwicklungspolitische Bildungsarbeit für Migranten aus Bangladesch.
Beide Vereine sind Mitglied im Netzwerk Antidiskriminierungsarbeit in Bonn.

Anmeldung von AutorInnen, DichterInnen und KünstlerInnen bis 15. August 2018. Unter: Telefon 0160-987 507 74 oder per E-Mail an:serajifoundation.bonn@web.de. Die eingereichten Kunst- und literarischen Werke werden auf dem Fest präsentiert und besprochen.

Verantwortlich: Seraji Foundation e.V., Fon: 0160-987 507 74, eMail: serajifoundation.bonn@web.de

Partner: Our Voice, www.our-voice-online.com (Medienpartner), Deutsch-Afrikanisches Zentrum Bonn und Bonner Netzwerk für Entwicklung – Verantwortung, Gerechtigkeit, Zukunft

Mit finanzieller Unterstützung von: Kommunales Integrationszentrum Bonn

Weitere Informationen:http://serajifoundation.eu/2018/07/31/kunst-und-literaturfest-gegen-rassismus-und-diskriminierung-am-25-august/

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