…und plötzlich fachlich handeln müssen! Was tun bei häuslicher Gewalt gegen geflüchtete Frauen?

10. Oktober 2018 | Kategorie: Aktuelles

Mo, 05.11. und Di, 06.11. (zweitägig), 10-17 Uhrstop

MIGRApolis-Haus der Vielfalt
Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn

 

Der Basisworkshop richtet sich in erster Linie an freiwillige Helferinnen und Helfer sowie Fachkräfte, die neu im Gewaltschutz oder in nicht spezialisierten Einrichtungen arbeiten.

Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht habe, oder mir anvertraut wurde, dass eine geflüchtete Frau häusliche Gewalt erlebt?

Gewalt erschreckt – auch Helferinnen und Helfer! Sie sehen sich unvermittelt vor die Aufgabe gestellt, dennoch angemessen handeln zu müssen. Einerseits gilt es, für Beruhigung und Sicherheit zu sorgen, andererseits verursacht die akute Bedrohung Handlungs- und Zeitdruck, was ruhiges und überlegtes Handeln erschwert. Bei Gewalt gegen geflüchtete Frauen kommt noch dazu, dass die Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, Auswirkungen auf das Asylverfahren befürchtet werden, und die sprachliche Verständigung schwierig ist.

Ziel des Workshops ist es, durch Information, Gruppenarbeit und Austausch Kompetenzen für Hilfe und Orientierung bietende erste Kontakte bei häuslicher Gewalt zu vermitteln, und in dieser Arbeit gut für sich selbst zu sorgen.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Auswirkungen der Gewalt auf den Beratungskontakt
  • Umgang mit Druck und starken Gefühlen
  • Dynamik, Formen und Folgen häuslicher Gewalt
  • Trennungshürden
  • Rechtliche Schutz- und Handlungsmöglichkeiten bei häuslicher Gewalt
  • Besondere Problemlagen durch aufenthalts- und asylrechtliche Regelungen
  • Maßnahmen zur räumlichen Trennung bei häuslicher Gewalt in Flüchtlingsunterkünften
  • Informationsmaterialien und Verständigungshilfen
  • Einschätzung der Gefährdung und Sicherheitsplanung für die aktuelle Situation
  • Behandlung und Dokumentation der Verletzungen
  • Einbeziehung spezialisierter Fachkräfte/Weitervermittlung
  • Möglichkeiten der Selbstfürsorge
  • Austausch zu Fragen aus der praktischen Arbeit

 

Referentin:
Veronika Kendzia, Dipl.- Sozialarbeiterin, Gestalttherapeutin, Fachberaterin für Psychotraumatologie, Sozialpädagogische Prozessbegleiterin (RWH) 

Kostenlos & mit Verpflegung!

 

Anmeldung und weitere Informationen:

Anna Heinzel
E-Mail: heinzel@bimev.de
Tele.: 0228-338 339-51

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