Menschen Theater – Wege des inklusiven Miteinanders

Vorurteile, Ausgrenzung und Rassismus in der Theaterarbei

MenschenTheater  –  Wege des inklusiven Miteinanders

Rassismus … jeder Ausschluss, jede Unterscheidung, Einschränkung oder Bevorzugung auf Grund von Rasse, Farbe, Abstammung, nationaler oder ethnischer Herkunft mit dem Ziel oder der Folge die Anerkennung, den Genuss oder die Ausübung der Menschenrechte und Grundfreiheiten…im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem anderen Bereich des öffentlichen Lebens aufzuheben oder zu behindern.

UNO-Definition von Rassismus /Rassendiskriminierung/ 21.12.1965

 Am zweiten Augustwochenende (2014) fand im MIGRApolis – Haus der Vielfalt in der Bonner Brüdergasse ein Workshop unter dem Motto „MenschenTheater –  Wege des inklusiven Miteinanders“ statt. An diesem Wochenende waren Vorurteile, Ausgrenzung und Rassismus das große Thema. In gemeinsamer Theaterarbeit betrachteten die TeilnehmerInnen Begegnungen aus unterschiedlichen Perspektiven, bearbeiteten positive wie auch diskriminierende Alltagserfahrungen und gestalteten sie in Theaterszenen um.  Über Theaterimprovisationen, Gruppenarbeit und das Bewusstwerden der „Körpersprache“  hatte man die Möglichkeit, Diskriminierung emotional zu erfahren, aber auch Gegenstrategien zu entwickeln. Ein Workshop, in dem Erkenntnis und Praxis nah beieinanderlagen.

Engagiert wurde darüber diskutiert, was Rassismus bedeutet und in welchen Formen Diskriminierung  – eine grobe Verletzung menschlicher Rechte und menschlicher Würde – auftritt. Die Voraussetzung für echtes Verstehen sei die Bereitschaft den Anderen als gleichwertig und gleichberechtigt anzuerkennen – darin waren sich alle einig. Das beinhaltete auch eigene Denkformen und Stereotype zu hinterfragen.

Das Ziel dieses (Theater-) Projektes war es, Antidiskriminierungsarbeit zu betreiben, und dazu beizutragen eine Willkommenskultur und Toleranz im alltäglichen Umgang zu schaffen.

Dem Projekt lag ein erprobtes, innovatives theaterpädagogisches Konzept zugrunde, das sich bereits  in einem Vorgängerprojekt („Spiele Theater- Spiele Deutsch“, 2013) als erfolgreich erwiesen hatte. Die Theaterpädagogin und Schauspielerin  Zini (Zeynep Hamaekers) und J. Michael Fischell, Autor und ein in der Migrationsarbeit erfahrener Sozialwissenschaftler übernahmen die Leitung und Durchführung des Projektes.

Veranstalter des Workshops war die Ökumenische Flüchtlingshilfe Bonn e.V..  Förderer war dankenswerterweise die KD-Bank-Stiftung, die damit eine Veranstaltung unterstützte, die bei den TeilnehmerInnen den Wunsch wachrief,  diese Form von Theaterarbeit fortzuführen und weitere kulturelle  Antidiskriminierungsarbeit zu entwickeln.

Der Workshop fand am 9.8.2014 und am 10.8.2014 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18 statt.

Aber auch der Spaß und das leibliche Wohl kamen nicht zu kurz.

Ein Bericht von J. Michael Fischell